Die SIP Tk-Anlage CentrexX der Deutschen Telefon kann schon immer über alle physikalische Netze (DSL, Glasfaser, Coax-Kabel, etc.) angeschlossen werden. Die Kundenanbindung wurde dabei mittels der Technologie Layer 2 Tunneling Protocol (L2TP) und Border Gateway Protocol (BGP) in Form eines kundenspezifischen Private Network (PN) vollzogen. Jetzt ist darüber hinaus die Anbindung an die hochmoderne und leistungsstarke NGN-Plattform der Deutschen Telefon direkt mit Multiprotocol Label Switching (MPLS) möglich.

Somit bietet die NGN-Centrex-Plattform die Option, den Sprachverkehr in privaten Kundenetzen je nach Bedarf unter Einsatz von L2TP oder unter Nutzung von MPLS zu führen – immer in Kooperation mit dem jeweiligen Zugangsnetzbetreiber.

Bei privaten Transportnetzen kann der VoIP-Sprachverkehr direkt der NGN-SIP-Plattform der Deutschen Telefon zugeführt werden. Damit wird ein Optimum an Qualität und Sicherheit erreicht. Hierzu arbeitet die Deutsche Telefon mit allen leistungsfähigen Zugangsnetzbetreibern zusammen. Die bestmögliche Technologie und Route für die Anschaltung wird gemeinsam mit dem Kunden ausgewählt.

Erste MPLS-Kunden haben bereits die großen Vorteile der direkten MPLS-Centrex-Koppelung realisiert und sind von der kurzen und robusten Anschaltung und Einrichtung begeistert. Denn damit ist für alle MPLS-Standorte gleichzeitig der einfache und flexible Zugriff auf die volle Funktionalität der SIP Tk-Anlage CentrexX gewährleistet. Der MPLS-Kunde kann darüber hinaus nicht nur alle Vorteile eines technologisch sicheren Outsourcings der Telefonanlage nutzen. Er profitiert auch von zusätzlichen Möglichkeiten, die ihm die SIP Tk-Anlage CentrexX in diesem Zusammenhang bietet: beispielsweise die Einbindung von Microsoft Office Communications Server (OCS) als wichtiger Baustein einer umfassenden Unified-Communications-Lösung.

Anwendungsbeispiel MPLS

Zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken!

Multiprotocol Label Switching (MPLS)

Das Multiprotocol Label Switching (MPLS) ermöglicht die verbindungsorientierte Übertragung von Datenpaketen in einem verbindungslosen Netz entlang eines zuvor aufgebauten („signalisierten") Pfades. Dieses Vermittlungsverfahren wird überwiegend von Betreibern großer Transportnetze eingesetzt, die Sprach- und Datendienste auf Basis von IP anbieten.

Statt für jedes Datenpaket in jedem Router die Route neu zu ermitteln, wird pro Route ein Label vergeben. Router analysieren die Zieladresse der Datenpakete und ermitteln dann, welche Route dazu am besten passt. Diese Entscheidung wird nur einmal, beim Eingang in das Netzwerk, getroffen. Dabei wird dem Datenpaket ein Label zugewiesen. Durch das Label wird festgelegt, welchen Weg dieses und alle weiteren Pakete nehmen sollen. Auf diese Weise entstehen sogenannte priorisierte Tunnel durch das Netzwerk, welche auch für den Transport von Sprache ideal sind.
In dem Label sind Routing- und Service-Informationen enthalten. MPLS-Router lesen diesen Header aus und leiten die Pakete in Abhängigkeit der Angaben weiter. Auf diese Weise kann man die MPLS-Router anweisen die Datenpakete immer über die gleiche Wegstrecke zu übertragen.

Kommt also ein Datenpaket mit MPLS-Header, nimmt sich der Router das Label aus dem MPLS-Header und vergleicht es mit seiner Label-Tabelle. Dort steht, welches Interface als Ausgang genommen werden muss. Gleichzeitig wird dem Datenpaket ein neues Label übergeben und dann an den nächsten Router übermittelt.

Hat ein Datenpaket keinen MPLS-Header wird der zuständige Router ermittelt und von diesem ein Label für die Ziel-IP des Paketes angefordert. Im MPLS-Header wird das Label dann eingetragen und an den Router weitergeleitet.

Das Protokoll, mit dem Router die Label beantragen und Änderungen bekannt geben, nennt sich Label Distribution Protocol (LDP). Über BGP (Border Gateway Protocol) lassen sich Label auch austauschen. BGP wird bereits als Protokoll zwischen den Routern benutzt, mit dem sie ihre Routingtabellen miteinander austauschen.

Vorteile von MPLS

MPLS-Router haben den Vorteil, dass sie nur noch das Label im MPLS-Header betrachten müssen. Dadurch wird das Protokoll auf Schicht 3 austauschbar. Für das Routing mit MPLS spielt es keine Rolle mehr. Deshalb können MPLS-Router auch automatisch IPv6 routen.

Außerdem unterstützt MPLS Quality-of-Service (QoS). Pakete mit höherer Priorität bekommen ein anderes Label mit dem die Route schneller zum Ziel führt. So ist es möglich Quality-of-Service-Parameter zu definieren. Zum Beispiel Transit Delay (Übertragungsverzögerung) und Packet Loss (Paketverlust). Der MPLS-Header besteht aus dem Label für das Forwarding, dem Class-of-Service-Feld (CoS) zur Unterscheidung von Dienste-Klassen, dem Bottom-of-Stack-Feld (S) und dem Time-to-Live-Feld (TTL). Somit ist auch ein sehr hoher Qualitätsstandard bei der Anbindung vom MPLS-Kundenstandorten an die SIP Tk-Anlage CentrexX der Deutschen Telefon gewährleistet.

Sollten Sie unabhängig vom Thema SIP Trunking Fragen zu MPLS haben, steht Ihnen auch unser Kooperationspartner MPC Service gerne zur Verfügung

Innovationspreis-IT 2009 und funkschau Leserwahl 2011ISDN-Sprachqualität

Fragen? 06131 32797-20

Online-Präsentation
Jetzt kostenfrei anmelden!

Angebot? Teststellung?


captcha

© 2017 Deutsche Telefon